Schock bei den Berliner Autorentheatertagen

Das Theater nicht immer gut ankommt, sondern sogar verstören und anwidern kann, zeigte sich Jüngst an den Berliner Autorentheatertagen. Als großer Schlussakt war die Uraufführung des Stücks „In Stanniolpapier“ von Björn SC Deigner im Deutschen Theater in Berlin gedacht. Die Inszenierung wurde mit Sebastian Hartmann einem zur Zeit sehr populären Regisseur übertragen.

Was aber auf der Bühne geboten wurde, schockierte im viele der Zuschauer. In einem Betongebäude gaben sich die drei Schauspieler Lust und Gewalt hin. Das ganze wurde als Großprojektion auf die Auswand des auf der Bühne stehenden Gebäudes übertragen. Sex, Gewalt und Ekeleffekte. Viele hatten etwas anderes erwartet. Doch wer bereits einmal eine Inszenierung von Sebastian Hartmann gesehen hat, der war darauf eigentlich vorbereitet. Bereits bei früheren Inszenierungen hat er mit ähnlichen Effekten schockiert.

Doch auch Personen, die wussten, was von einer Aufführung, die unter der Regie von Sebastian Hartmann steht, zu erwarten ist, waren alles andere als Begeistert. Der Grund dafür war bei der Tatsache zu finden, dass das aufgeführte Stück herzlich wenig mit Björn SC Deigners „In Stanniolpapier“ zu tun hatte. Bis auf ein paar wenige Sätze war von der Vorlage nichts erhalten geblieben. So distanzierten sich dann auch sowohl der Autor als auch das Theater selbst von der Aufführung. Sie wurde als „durchgestrichene Uraufführung“ bezeichnet, etwas, das keine Gültigkeit hat. Aus ihrer Sicht steht die tatsächliche Uraufführung des Werks also noch bevor.

Die anderen Uraufführungen, die ebenfalls Teil der Abschlussveranstaltung waren, verliefen ohne Zwischenfälle. So wurde das Stück „Eine Version der Geschichte“ des Autors Simone Kucher von Marco Milling, in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Zürich, umgesetzt. Das Werk „europa flieht nach europa“, geschrieben von Miroslava Svolikova, wurde unter der Regie von Franz-Xaver May, in einer Kooperation mit dem Burgtheater Wien, umgesetzt. Beide Aufführungen kamen sowohl beim Publikum als auch beim Autor und den Veranstaltern sehr gut an.

Theateraufführungen in Casinos

Die meisten Stellen sich beim Wort Casino einen großen Raum vor, in dem gesetzte Herren mit einem Glas Whiskey in der Hand an den Pokertischen sitzen, dabei Zigarre rauchen und ihr hart verdientes Geld an die Bank verlieren. Wer allerdings schon einmal ein modernes Casino besucht hat, der weiß, dass es viel mehr zu bieten hat als bloßes Glücksspiel. So zählen viele Casinos mittlerweile ein ausgeklügeltes Unterhaltungsprogramm zu ihrem festen Repertoire. Das ist eine tolle Abwechslung zu Live-Casinos und livedealer-casinos.de.

Dabei handelt es sich um eine Entwicklung, die vor allem von den Vereinigten Staaten von Amerika ausgegangen ist. So boten dort die großen Casinos erstmals Aufführungen aus der Kategorie des Varieté an, um die Gäste neben dem Spielen bei Laune zu halten und so dazu zu bringen, noch mehr Geld zu verspielen als ohnehin schon. Später kamen auch gesangliche und musikalische Darbietungen hinzu und eben auch Vorführungen aus dem Bereich des Theaters.

Dies hat dazu geführt, dass in der heutigen Zeit manche Casinos als Mischbetriebe aus Casino und Theater geführt werden. Dazu zählen etwa das Casinotheater Winterthur oder das Theater Casino in Zug, um nur einige Vertreter dieser Kategorie zu nennen. In diesen wird über das Jahr hinweg ein sehr abwechslungsreiches Programm angeboten, das die zahlenden und spielenden Gäste bestens unterhalten soll.

Dabei gibt es aber auch einige Gegner dieses neuen Konzeptes. Sie sehen in der Verbindung von Casino und Theater einen Angriff auf die Kunst selbst. So kritisieren sie, dass eine musische Veranstaltung wie ein Theater nicht einfach für das Verdienen von Geld eingesetzt werden könne. Jedoch sind solche negativen Stimmen eher die Ausnahme. Ihnen steht eine breite Community gegenüber, die die Verbindung von Theater und Casino ausdrücklich unterstützt und gerne besucht. Ob sich dieser Trend auch in die Zukunft fortsetzt ist nicht klar, aber doch als sehr wahrscheinlich anzusehen.

Rainald-Goetz-Premiere in Berlin: Jeff Koons an Berliner Schaubühne

Vor fast 20 Jahren wurde Jeff Koons, ein Stück Reinald Goetz’ in Hamburg uraufgeführt. Nun soll es noch zwei Aufführungen am 8. und 9. Juni zwei weitere Aufführungen am 29. Juni und 3. Juli in der Schaubühne Berlin geben.

Experimentelles im Theater

Lilja Rupprecht stellt in Berlin ihre ganz eigene Version des Theaterstückes vor. Nach guten zwei pausenfreien Stunden ist das “Theater” vorbei und man verbleibt mit Fragen und Eindrücken.

Im Spiegel verriet Goetz schon 1999, dass das Geheimnis von Jeff Koons ist, dass der Name des Titels im Stück selber gar nicht vorkommt. Das ergebe tolle Aufladungen, so Goetz.

Für gelegentliche Theatergänger und Hobbyästhetiker mag dann auch das Stück ohne klar definierte Dialoge und Charaktere befremdlich wirken, selbst oder gerade weil es das Ziel war, diesen Eindruck zu schaffen.

Rupprechts Interpretation bleibt in dieser Hinsicht der Linie treu; so wird der Besucher mit fast schon ironisch wirkenden Eindrücken überwältigt während die Darsteller ihre Texte teils lustlos vor sich hin aufsagen, was natürlich gewollt ist oder gerade am Anfang rhythmisch die Szenen kommentieren.

“Poppen, Ficken, Es machen”

Genau diese Worte sprechen die Schauspieler des Theater in die Menge, während parallel Bilder des Paradieses zu sehen sind. Die nicht allzu biblische Szene wird recht unpassend durch einen Wechsel abgelöst in der sich die jugendliche Auflehnung eines Kindes gegen die ständigen Verneinungen des Vaters verweigert. Abgelöst durch einen gespielten narzisstischen Unterhalter mit Hyperaktivitätssyndrom geht es anschließend überraschend zum Thema Aliens. Goetz’ Text hatte freilich wenig mit Außerirdischen zu tun, aber eine Chance die dann doch sehr individuellen Masken- und Bühnentechniken Annnlies’ Vanlaere zu bewundern gibt diese augenscheinliche optische Dissonanz dann doch.

Kann man mal machen…

Abschließend bleibt zu sagen, dass die ursprünglichen Texte schon eher etwas für Bühnen-erfahrenere Besucher waren, diese neue Interpretation es aber noch schafft da eine kleine Schippe an Anspruch zuzulegen. Ob der Anspruch auch als Unzugänglichkeit interpretiert werden kann, bleibt dem geneigten Besucher überlassen.

Theaterpakt in Mecklenburg-Vorpommern

Viele Theater haben es heute nicht leicht in Deutschland, dem einstigen Land der Dichter und Denker. Immer weniger Menschen gehen ins Theater, sodass die meisten Häuser ihren Spielbetrieb mehr schlecht als recht aufrecht erhalten können und dabei oftmals auf öffentliche Gelder oder Spenden von privaten Gönnern angewiesen sind oder zusammengelegt werden. Bis auf wenige Ausnahmen, wie etwa das Deutsche Theater in München, das erst 2017 einen neuen Zuschauerrekord verbuchen konnte, geht es mit vielen Theatern bergab. Dabei handelt es sich um eine bedenkliche Entwicklung, führt man sich einmal die Konsequenzen vor Augen.

Wir brauchen Theater in unserer Gesellschaft

So sind Theater ein integraler Bestandteil einer Demokratie, die eine Kultur der Meinungs- und vor allem der Kunstfreiheit pflegt. Das Theater übernimmt hier eine wichtige Funktion, dient es doch als Vermittler von Kultur und Bildung und gewährt gleichzeitig neue Perspektiven auf das Leben und auf Fragen, die jeden Menschen beschäftigen: Wie sollte ich mich in meinem Leben und gegenüber anderen Verhalten? Wie gehe ich mit meinen Emotionen um? Wie gehe ich mit extremen Situationen und Notlagen um? Auf all diese existenziellen Fragen kann das Theater eine Antwort geben.

Theaterpakt in Mecklenburg-Vorpommern soll Rettung bringen

Es ist daher vorbildlich, dass die Landesregierung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zur Rettung der Theater einen eigenen Theaterpakt aufgesetzt hat. Die mit den Kommunen und Kreisen getroffenen Absprachen sollen dabei für die kommenden zehn Jahre Gültigkeit besitzen. So werden die Zuschüsse für Theater, die vom Land kommen, um vier Millionen Euro erhöht. Darüber hinaus soll der Gesamtbetrag der Zuschüsse jährlich dynamisch um 2,5 Prozent angepasst werden, sodass er nach den zehn Jahren bei mehr als 50 Millionen Euro im Jahr liegt. Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern können also zumindest in Mecklenburg-Vorpommern erst einmal erleichtert aufatmen. Man kann nur hoffen, dass andere Bundesländer dem nordischen Vorbild folgen werden. Die Demokratie würde es ihnen danken.

Theater unter freiem Himmel

Das internationale Straßentheater Festival in Berlin findet dieses Jahr von Juni bis September statt. Insgesamt 630 Shows sind in diesem Zeitraum an verschiedenen Orten der Hauptstadt zu sehen. Das Theater verwandelt alltägliche Schauplätze wie den Alexanderplatz, den Hauptbahnhof und die Friedrichstraße in besondere Freilichtbühnen. Darüber hinaus sind Passanten und Interessierte eingeladen, die zahlreichen Darbietungen nationaler und internationaler Künstler zu bestaunen. Das Programm findet größtenteils auf den vier extra für das Festival errichteten Straßenbühnen statt. Seit 2004 organisiert der gemeinnützige Verein Berlin lacht e.V. das Festival. Es finanziert sich aus eigenen Mitteln und die Erlöse fließen hundertprozentig in die Förderung von Straßenkunst und -kultur.

Die Bedeutung des Straßentheaters

Das Straßentheater hat im Laufe der Jahre mit der Errichtung feststehender Häuser als Theaterschauplätze an Bedeutung verloren. Doch seine soziale Bedeutung ist immens. Es bringt Theater zu breiten Bevölkerungsschichten, unabhängig von Alter und Bildungsschicht. Neben dem Straßentheater Festival Berlin gibt es in Deutschland mehr als 30 Straßentheaterfestivals und verschiedene Sommerprogramme mit dem Fokus auf Theater im öffentlichen Raum.

Darbietungen beim Straßentheater Festival Berlin

Das Straßentheater Festival in Berlin bietet ein breites Spektrum an Darbietungen aus unterschiedlichen Genres und hat allerlei Buntes auf dem Programm. Akrobaten und Artisten zeigen ihr Können. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ein-Mensch-Theater, Walking Acts und Puppenspieler zu bewundern. Beatboxer und Kleinkunst sind ebenso vertreten wie diverse Tanz- und Musikgruppen sowie Figurentheater. Für das Festival diesen Sommer ist ein Non-Stop-Programm geplant mit lustigen Clowns, guten Schauspielern und flotter Musik. Wie immer ist das Straßentheater Festival für alle Besucher und Zuschauer kostenlos zugänglich. Ziel ist es, Spaß und Freude zu verbreiten. Die Künstler möchten Heiterkeit und Erstaunen bei den Passanten hervorrufen und den Menschen auf Augenhöhe Kunst und Kultur vermitteln.

Mehr als auf genau einstudierte Darbietungen verlassen sich die Straßenkünstler in Berlin auf weniger einstudierte Inszenierungen und kreatives Potential, das durch Improvisation entsteht. Kunst vom Feinsten erwartet die Besucher!

Flüchtlingspolitik im Theater

Theater sind bekannt dafür, gesellschaftspolitische Themen in den Mittelpunkt ihrer Aufführungen zu stellen. Das sogenannte „politische Theater“ versucht, umstrittene Themen und provokante Ansichten zu behandeln und ruft damit zu gesellschaftlicher Veränderung auf. Kaum ein anderes gesellschaftspolitisches Thema hat die Theater jemals so beschäftigt wie die aktuelle Flüchtlingskrise. Während Europa die Flüchtlinge immer mehr an den Rand drängt, spielen sie auf den Theaterbühnen in Deutschland die Hauptrolle. Die aktuellen Streitigkeiten darüber, wie die deutsche und europäische Gesellschaft mit dem Thema umgehen soll, hat Theatermacher landesweit inspiriert.

Flüchtlinge als “Hauptakteure” auf deutschen Bühnen

In vielen Theatern, vor allem in der deutschen Hauptstadt, wird Asylpolitik zur Kunst. In manchen Stücken spielen Flüchtlinge in Persona eine Rolle. In anderen Bühnenwerken werden Flüchtlinge als Figur im übertragenen Sinne eingebunden. Es gibt Theaterstücke, die das Thema dramatisch und ernst angehen. Andere nehmen es mit Humor. Manche Theaterstücke sprechen das Thema direkt an, andere indirekt. Beispiele sind Stücke, in denen die Zuschauer in die Rolle der Flüchtlinge schlüpfen. Dies soll ihnen verdeutlichen, welche bürokratische Odyssee die Flüchtlinge durchlaufen und mit welchen falschen Vorurteilen sie zu kämpfen haben. Andere Stücke zeigen das Leben von Flüchtlingen auf der Straße oder in den Flüchtlingscamps. Wiederum andere Stücke beschäftigen sich mit dem Thema Aufnahme von Flüchtlingen im eigenen Haus und den damit verbundenen Vorurteilen und Ängsten.

Sozialer Aktivismus oder Marketingstrategie?

Ob die Theater Flüchtlingspolitik rein aus sozialen Absichten heraus zum Thema machen? Wird Kunst zum wilden Aktivismus? Die Antwort sei dahingestellt. Sie mag abhängig vom Theater unterschiedlich ausfallen. Aber eines ist gewiss: Ein Besuchermagnet ist das brisante Thema auf jeden Fall. Doch die Brisanz und Relevanz des gesellschaftspolitischen Themas alleine reicht nicht aus, damit ein Theaterstück gut beim Publikum ankommt. Dramatische und spannende Titel wie „Die Toten kommen“ sowie spektakuläre Inszenierungen der Stücke spielen für den Erfolg eine genauso wichtige Rolle. Das wissen auch die Experten an den Theatern, die gezielt Guerilla-Marketing mit diesem Thema betreiben.

Theater für alle?

Die Theater haben es heute nicht leicht. Die Zeiten sind schwer, kämpfen sie doch mit sinkenden Besucherzahlen und ebenso geringerem öffentlichen Interesse an den Aufführungen. Viele Theater werden daher geschlossen oder aber mit anderen Häusern zusammengelegt. Das soll vor allem die erdrückenden Kosten senken, die viele Häuser nicht mehr stemmen können. So steckt hinter einem Theater mehr Arbeit als man auf den ersten Blick vermuten würde. Neben den zahlreichen Schauspielern werden eine Leitung, die die Wirtschaftlichkeit überwacht, sowie Hilfsarbeiter wie Tonassistenten, Beleuchter und Musiker benötigt. So sind an einer einzigen Vorführung schnell mal mehrere Dutzend Personen beteiligt.

Um die Popularität des Theaters wieder zu steigern, die Vorstellung mit mehr Publikum besetzen zu können und der Jugend die Kultur wieder näherzubringen, haben sich in den letzten Jahren mehrere Initiativen gebildet, die den Zugang zum Theater vor allem finanziell erleichtern sollen. So verfügen mittlerweile mehrere Städte über eine so genannte Kulturcard, die es vor allem Arbeitslosen und Geringverdienern ermöglicht, zu sehr geringen Preisen ins Theater zu gehen. Damit sollen sie die Möglichkeit erhalten, am öffentlichen und vor allem am kulturellen Leben ihrer Stadt, Gemeinde oder Kommune teilnehmen zu können. Hiermit soll der sozialen Verarmung entgegengewirkt werden.

Daneben gibt es auch spezielle Angebote für Studenten verschiedener Universitäten. So ist oftmals im Semesterbeitrag ein kleiner Anteil enthalten, der zum Besuch des Theaters beim Vorzeigen des Semestertickets berechtigt. Gerade wird eine Einführung einer solchen Maßnahme auch an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf geplant. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon, deutlich mehr Studenten in den städtischen Theatern und damit ein neues Publikum, das später über ein hohes Einkommen und kulturelle Bildung verfügt. Bei den Studenten kommen das Angebot und die Idee dabei sehr gut an. Viele fragen sich sogar, warum man eine solche Maßnahme nicht schon deutlich eher durchgeführt hat. Es bleibt zu hoffen, dass diesem Beispiel noch weitere Universitäten folgen werden.

Deutsches Theater mit Besucherhoch

Fragt man junge Leute danach, ob sie ins Theater gehen, so erntet man oftmals nur ungläubige Blicke. Das Theater ist für viele junge Menschen so uninteressant wie die Lektüre eines guten, analogen Buches. Längst hat der Aufstieg der digitalen Medien, die ständig und überall verfügbar sind, die Medienrezeption fast aller Menschen radikal verändert. Umso bemerkenswerter ist deshalb die vor kurzem erfolgte Bekanntgabe der Besucherzahlen des deutschen Theaters. So konnte das traditionsreiche Haus im Jahr 2017 ganze 352.000 Besucher zu seinen Gästen zählen. Eine Zahl, die bisher in der über hundert Jahre währenden Geschichte des Hauses noch nie erreicht wurde. Umso mehr freute die Nachricht natürlich die Verantwortlichen wie auch die Künstler. Besonders beliebt sind dabei Stücke, die Musicals ähneln.

Das Publikum konnte im vergangenen Jahr vor allem mit Klassikern des Theaters überzeugt werden. “West Side Story”, “Evita” aber auch Stücke wie “Sister Act” und “Der Glöckner von Notre Dame” füllten die Säle und ermöglichten damit eine Steigerung der Besucherzahlen um 35.000 Personen im Vergleich zum Jahr 2016. Das kann sich mehr als sehen lassen.

So scheint es, als gäbe es eine Gegenbewegung in der Gesellschaft zum aktuellen Trend der digitalen und sozialen Medien, die sich durch ihre Schnelllebigkeit auszeichnen. Mancher Zeitgenosse lernt hier wohl wieder die Ruhe und Besonnenheit analoger Darbietungen kennen und schätzen. Sie bilden oft die Möglichkeit, eine Atempause von der viel zu schnell gewordenen Welt zu nehmen und durchzuatmen.

Es bleibt daher zu hoffen, dass dieser neue Trend anhält und dem Deutschen Theater in München, wie auch den zahlreichen weiteren Theatern in anderen deutschen Städten, immer neue Zuschauerrekorde beschert. Verdient hätten das die Kunst und die engagierten Künstler allemal. Es wird sich am Ende des Jahres zeigen, ob wieder ein neuer Rekord erreicht wurde. Ganz unwahrscheinlich ist dies indessen nicht. So scheint das Deutsche Theater in München noch einiges an Potenzial zu haben.