Neuigkeiten zu Theatern in Deutschland

Das Theater ist seit jeher ein anerkannter Ort, an dem sich gebildete Menschen aus dem bürgerlichen Lebensraum bei intellektuellen Stücke vergnügen und gleichzeitig über ihr Leben und die Welt reflektieren können. Seit dem Jahr 1890 gibt es in Deutschland jedoch eine Art des Theaters, die ganz bewusst die Schranken, die die hohe Bildung dem Publikum auferlegt, niederreist. Die Rede ist von den sogenannten Volksbühnen, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

Eine Volksbühne ist in Deutschland als Verein strukturiert, der seinen Mitgliedern Theaterbesuche zu ermäßigten Preisen anbietet. Die Ursprünge der Volksbühnen liegen in Berlin, wo bereits im Jahr 1890 die erste Volksbühne gegründet wurde. Sie wurde dabei mit dem klaren Ziel begründet, den unterprivilegierten Arbeitern Besuche des Theaters zu ermöglichen und ihnen so zu ermöglichen, am Bildungsleben teilzuhaben. So sollte das Monopol auf Bildung, das das Bürgertum zu dieser Zeit besaß, aufgebrochen werden.

Schnell gründeten sich auch in anderen Städten weitere Volksbühnen und das Modell machte Schule. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Bühnen jedoch allesamt gleichgeschaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden jedoch viele Volksbühnen neu gegründet. Als Dachverband agierte dabei der Verband der deutschen Volksbühnenvereine. Dieser Dachverband war bereits in den Jahren von 1920 bis 1933 aktiv. Er wurde im Jahr 1948 neu initiiert, da er unter den Nazis aufgelöst worden war. Er dient als zentrales Gremium der Koordination und des Austauschs der einzelnen Volksbühnen in Deutschland.

Neben diesen Institutionen gibt es auch eigene Jugendverbände, die das Theater vor allem den jungen Menschen in Deutschland näher bringen wollen. Hierzu zählen etwa die vielen Jugendkulturringe in den verschiedenen Städten.

Außer den Volksbühnen gibt es in vielen Städte auch Theatergemeinden, die ein ähnliches Ziel wie die Volksbühnen verfolgen und daher mit ihnen vergleichbar sind. Auch sie bemühen sich, einer großen Anzahl an Personen den Besuch von Theatern zu vergünstigten Preisen anbieten zu können.

Die Top drei Theateraufführungen in Las Vegas

Im Folgenden stellen wir die Top drei der besten Theateraufführungen in der schillernden Metropole Las Vegas vor. Wer eine oder gar mehrere dieser Aufführungen besucht, der kommt garantiert voll auf seine Kosten. Das macht mindestens genau so viel Spaß wie das Gaming Club online casino im Internet.

Die Blue Man Group

Die Blue Man Group gehört wohl zu den bekanntesten Bühnenkombos der Welt. Es handelt sich um eine Gruppe von drei Schauspielern und Musikern, die als stumme und mit blauen Masken bekleidete Personen, von einer Band begleitet, auftreten. Dabei führen Sie vor allem Musik, Zirkusclownnummern und Performances auf, bei denen das Publikum regelmäßig zum Teil der Aufführung wird. Die Show wird derzeit an mehreren Standorten aufgeführt. Zu diesen zählen unter anderen: New York, Boston, Chicago, Las Vegas, Orlando und Berlin. Daneben gibt es eine weitere Gruppe, die parallel zur Haupttruppe durch die USA und durch Deutschland tourt.

Magic Mike

Für Unterhaltung ganz für Erwachsene und hier vor allem für das weibliche Publikum, sorgt Magic Mike. Dabei handelt es sich um eine Gruppe extrem trainierter und gut aussehender Stripper, die ganz wie im gleichnamigen Film eine sexy Show auf die Bühne bringen. Auch hier gilt: das Publikum wird mit einbezogen – und das freut vor allem die weiblichen Zuschauer, die so einmal die Muskelberge in natura bestaunen können. Eine wohltuende Abwechslung vom Bierbauch, den der heimische Mann oft nur zu bieten hat.

David Copperfield

Er zählt wohl zu den bekanntesten Magiern und Illusionisten dieser Welt. David Copperfield tritt seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts als erfolgreicher Zauberkünstler rund um den Globus auf. Derzeit spielt er jährlich bis zu 600 Live Shows und hat dabei bisher mehr Tickets verkauft als jeder andere Live Künstler der Welt. Zentraler Standort ist und bleibt jedoch das Spielermekka Las Vegas, in dem der Künstler die meisten Shows ausrichtet. Dabei hat er bisher in seiner Karriere ein Vermögen von rund 800 Millionen Dollar angehäuft.

Theater und Kasino – passt das zusammen?

Eine Kombination aus Theater und Kasino kann das funktionieren? Für viele Deutsche klingt die Kombination auf den ersten Blick widersprüchlich. Man geht am Abend entweder ins Theater oder ins Kasino. Aber doch nicht beides zugleich?!? Wirf man aber einen Blick über den großen Teich, dann erscheint vielen die Kombination gar nicht mehr so fremd. In den Unterhaltungshochburgen Amerikas finden in den Kasinos täglich Glücksspiel, aber auch spektakuläre Shows statt. Zwar handelt es sich in der Regel nicht um Theateraufführungen, sondern um seichte Unterhaltung, das Konzept funktioniert aber sehr gut. Die Gäste kommen zwar meist entweder für das Glückspiel oder die Show ins Kasino, am Ende nehmen die meisten Gäste aber doch beide Dienstleistungen in Anspruch.

Um in Deutschland etwas Ähnliches aufzubauen wäre noch viel Arbeit nötig. Das vergleichbarste Erlebnis, welches man zur Zeit in Deutschland haben kann, ist ein Theaterbesuch, bei dem man die Pause für ein Spiel in einem Onlinekasino wie Spin Palace nutzt. Ein echtes Kasino, welches sich zumindest in der Nähe eines Theaters befindet, gibt es bisher nicht. Geschweige denn ein Kasino, welches ein Theater integriert hat.

Die größte Hürde für eine Kombination zwischen Theater und Kasino in Deutschland ist das Glücksspielgesetzt. Dieses setzt für den Betrieb eines Kasinos eine Glückspiellizenz voraus. Eine solche ist aber nur sehr schwer zu erhalten. In den meisten Regionen wird sie sogar nur an staatseigene Betriebe vergeben. So befinden sich die etablierten Kasinos in einer konkurrenzlosen Situation. Wer spielen will, muss zu ihnen kommen. Sie haben folglich wenig Ansporn, neue Anreize für die Besucher zu schaffen. Anders sieht die Situation bei den Theatern aus. Sie kämpfen seit Jahren mit einem Zuschauerschwund und nutzen in der Folge jedes Mittel um mehr Besucher anzulocken. Ein kleines Kasino im Foyer oder in einem angeschlossenen Gebäude könnte hier Wunder wirken. Für einen solchen Betrieb werden sie jedoch unter der aktuellen Gesetzeslage keine Lizenz bekommen. Deutschen bleibt der Weg ins Ausland, oder das erwähnte Onlinekasino, um Theater und Kasino zu kombinieren.

Impulse Festival 2018

Wir stellen hier verschiedene Kunstfestivals vor. Wer einmal Theater der ganz anderen Art erleben will, der ist beim in diesem Jahr sehr gut aufgehoben. Dabei werden in drei Städten in Nordrhein-Westfalen, nämlich in Köln, Düsseldorf und Mülheim, gesellschaftskritische Themen auf völlig neue Art und Weise künstlerisch aufgearbeitet. Wir zeigen, was sie als Besucher hier erwartet.

Wenn die Häuser Trauer tragen

Wenn die Häuser Trauer tragen ist der Titel einer Aktion, die in der Landeshauptstadt Düsseldorf im Stadtbild selbst verortet ist. Künstler und Kollektive beschäftigen sich hier mit einer alten Immobilie, die die Stadt verkauft hat und aus der nun die vormaligen Bewohner, in diesem Fall verschiedene Institutionen, ausziehen müssen. Das Projekt reflektiert damit den Wandel im Stadtbild und die Folgen der kapitalistischen Wirtschaft.

Oratorium

Unter dem Titel Oratorium präsentiert der Gießener Performancekollektiv She She Pop seine Auseinandersetzung mit der Frage, wie persönliches Eigentum das Bewusstsein und Verhalten einer Person verändern kann und verändert. Zwei Jahre haben sich die Künstler eingehend mit dieser Frage beschäftigt und präsentiert sie anhand einer großen performenden Menschengruppe. So hat es mit Mülheimer Bürgern zusammengearbeitet, die auf der Bühne immer neu anhand ihres Eigentums angeordnet werden und miteinander interagieren.

The Automated Sniper

Noch verstörender als die beiden zuvor genannten Aktionen ist in diesem Jahr der Beitrag des Künstlers Julian Hetzel. So hat er sich der Künstler hier mit dem Thema automatisierter Waffen auseinandergesetzt. Er thematisiert auf mitreißende Art und Weise den Einsatz von Kampfdrohnen im Rahmen der modernen Führung von Kriegen und hinterlässt dabei einen beklemmenden Eindruck beim Publikum.

Egal, ob man sich nur für eine einzelne der hier präsentierten künstlerischen Performances zum Besuch entscheidet oder aber gleich mehrere oder gar alle besucht: Es lohnt sich in jedem Fall, das Impulse Festival 2018 in Köln, Düsseldorf und Mülheim zu besuchen und sich mit der dortigen Kunst auseinanderzusetzen.

Schock bei den Berliner Autorentheatertagen

Das Theater nicht immer gut ankommt, sondern sogar verstören und anwidern kann, zeigte sich Jüngst an den Berliner Autorentheatertagen. Als großer Schlussakt war die Uraufführung des Stücks „In Stanniolpapier“ von Björn SC Deigner im Deutschen Theater in Berlin gedacht. Die Inszenierung wurde mit Sebastian Hartmann einem zur Zeit sehr populären Regisseur übertragen.

Was aber auf der Bühne geboten wurde, schockierte im viele der Zuschauer. In einem Betongebäude gaben sich die drei Schauspieler Lust und Gewalt hin. Das ganze wurde als Großprojektion auf die Auswand des auf der Bühne stehenden Gebäudes übertragen. Sex, Gewalt und Ekeleffekte. Viele hatten etwas anderes erwartet. Doch wer bereits einmal eine Inszenierung von Sebastian Hartmann gesehen hat, der war darauf eigentlich vorbereitet. Bereits bei früheren Inszenierungen hat er mit ähnlichen Effekten schockiert.

Doch auch Personen, die wussten, was von einer Aufführung, die unter der Regie von Sebastian Hartmann steht, zu erwarten ist, waren alles andere als Begeistert. Der Grund dafür war bei der Tatsache zu finden, dass das aufgeführte Stück herzlich wenig mit Björn SC Deigners „In Stanniolpapier“ zu tun hatte. Bis auf ein paar wenige Sätze war von der Vorlage nichts erhalten geblieben. So distanzierten sich dann auch sowohl der Autor als auch das Theater selbst von der Aufführung. Sie wurde als „durchgestrichene Uraufführung“ bezeichnet, etwas, das keine Gültigkeit hat. Aus ihrer Sicht steht die tatsächliche Uraufführung des Werks also noch bevor.

Die anderen Uraufführungen, die ebenfalls Teil der Abschlussveranstaltung waren, verliefen ohne Zwischenfälle. So wurde das Stück „Eine Version der Geschichte“ des Autors Simone Kucher von Marco Milling, in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Zürich, umgesetzt. Das Werk „europa flieht nach europa“, geschrieben von Miroslava Svolikova, wurde unter der Regie von Franz-Xaver May, in einer Kooperation mit dem Burgtheater Wien, umgesetzt. Beide Aufführungen kamen sowohl beim Publikum als auch beim Autor und den Veranstaltern sehr gut an.

Theateraufführungen in Casinos

Die meisten Stellen sich beim Wort Casino einen großen Raum vor, in dem gesetzte Herren mit einem Glas Whiskey in der Hand an den Pokertischen sitzen, dabei Zigarre rauchen und ihr hart verdientes Geld an die Bank verlieren. Wer allerdings schon einmal ein modernes Casino besucht hat, der weiß, dass es viel mehr zu bieten hat als bloßes Glücksspiel. So zählen viele Casinos mittlerweile ein ausgeklügeltes Unterhaltungsprogramm zu ihrem festen Repertoire. Das ist eine tolle Abwechslung zu Live-Casinos und livedealer-casinos.de.

Dabei handelt es sich um eine Entwicklung, die vor allem von den Vereinigten Staaten von Amerika ausgegangen ist. So boten dort die großen Casinos erstmals Aufführungen aus der Kategorie des Varieté an, um die Gäste neben dem Spielen bei Laune zu halten und so dazu zu bringen, noch mehr Geld zu verspielen als ohnehin schon. Später kamen auch gesangliche und musikalische Darbietungen hinzu und eben auch Vorführungen aus dem Bereich des Theaters.

Dies hat dazu geführt, dass in der heutigen Zeit manche Casinos als Mischbetriebe aus Casino und Theater geführt werden. Dazu zählen etwa das Casinotheater Winterthur oder das Theater Casino in Zug, um nur einige Vertreter dieser Kategorie zu nennen. In diesen wird über das Jahr hinweg ein sehr abwechslungsreiches Programm angeboten, das die zahlenden und spielenden Gäste bestens unterhalten soll.

Dabei gibt es aber auch einige Gegner dieses neuen Konzeptes. Sie sehen in der Verbindung von Casino und Theater einen Angriff auf die Kunst selbst. So kritisieren sie, dass eine musische Veranstaltung wie ein Theater nicht einfach für das Verdienen von Geld eingesetzt werden könne. Jedoch sind solche negativen Stimmen eher die Ausnahme. Ihnen steht eine breite Community gegenüber, die die Verbindung von Theater und Casino ausdrücklich unterstützt und gerne besucht. Ob sich dieser Trend auch in die Zukunft fortsetzt ist nicht klar, aber doch als sehr wahrscheinlich anzusehen.

Rainald-Goetz-Premiere in Berlin: Jeff Koons an Berliner Schaubühne

Vor fast 20 Jahren wurde Jeff Koons, ein Stück Reinald Goetz’ in Hamburg uraufgeführt. Nun soll es noch zwei Aufführungen am 8. und 9. Juni zwei weitere Aufführungen am 29. Juni und 3. Juli in der Schaubühne Berlin geben.

Experimentelles im Theater

Lilja Rupprecht stellt in Berlin ihre ganz eigene Version des Theaterstückes vor. Nach guten zwei pausenfreien Stunden ist das “Theater” vorbei und man verbleibt mit Fragen und Eindrücken.

Im Spiegel verriet Goetz schon 1999, dass das Geheimnis von Jeff Koons ist, dass der Name des Titels im Stück selber gar nicht vorkommt. Das ergebe tolle Aufladungen, so Goetz.

Für gelegentliche Theatergänger und Hobbyästhetiker mag dann auch das Stück ohne klar definierte Dialoge und Charaktere befremdlich wirken, selbst oder gerade weil es das Ziel war, diesen Eindruck zu schaffen.

Rupprechts Interpretation bleibt in dieser Hinsicht der Linie treu; so wird der Besucher mit fast schon ironisch wirkenden Eindrücken überwältigt während die Darsteller ihre Texte teils lustlos vor sich hin aufsagen, was natürlich gewollt ist oder gerade am Anfang rhythmisch die Szenen kommentieren.

“Poppen, Ficken, Es machen”

Genau diese Worte sprechen die Schauspieler des Theater in die Menge, während parallel Bilder des Paradieses zu sehen sind. Die nicht allzu biblische Szene wird recht unpassend durch einen Wechsel abgelöst in der sich die jugendliche Auflehnung eines Kindes gegen die ständigen Verneinungen des Vaters verweigert. Abgelöst durch einen gespielten narzisstischen Unterhalter mit Hyperaktivitätssyndrom geht es anschließend überraschend zum Thema Aliens. Goetz’ Text hatte freilich wenig mit Außerirdischen zu tun, aber eine Chance die dann doch sehr individuellen Masken- und Bühnentechniken Annnlies’ Vanlaere zu bewundern gibt diese augenscheinliche optische Dissonanz dann doch.

Kann man mal machen…

Abschließend bleibt zu sagen, dass die ursprünglichen Texte schon eher etwas für Bühnen-erfahrenere Besucher waren, diese neue Interpretation es aber noch schafft da eine kleine Schippe an Anspruch zuzulegen. Ob der Anspruch auch als Unzugänglichkeit interpretiert werden kann, bleibt dem geneigten Besucher überlassen.

Theaterpakt in Mecklenburg-Vorpommern

Viele Theater haben es heute nicht leicht in Deutschland, dem einstigen Land der Dichter und Denker. Immer weniger Menschen gehen ins Theater, sodass die meisten Häuser ihren Spielbetrieb mehr schlecht als recht aufrecht erhalten können und dabei oftmals auf öffentliche Gelder oder Spenden von privaten Gönnern angewiesen sind oder zusammengelegt werden. Bis auf wenige Ausnahmen, wie etwa das Deutsche Theater in München, das erst 2017 einen neuen Zuschauerrekord verbuchen konnte, geht es mit vielen Theatern bergab. Dabei handelt es sich um eine bedenkliche Entwicklung, führt man sich einmal die Konsequenzen vor Augen.

Wir brauchen Theater in unserer Gesellschaft

So sind Theater ein integraler Bestandteil einer Demokratie, die eine Kultur der Meinungs- und vor allem der Kunstfreiheit pflegt. Das Theater übernimmt hier eine wichtige Funktion, dient es doch als Vermittler von Kultur und Bildung und gewährt gleichzeitig neue Perspektiven auf das Leben und auf Fragen, die jeden Menschen beschäftigen: Wie sollte ich mich in meinem Leben und gegenüber anderen Verhalten? Wie gehe ich mit meinen Emotionen um? Wie gehe ich mit extremen Situationen und Notlagen um? Auf all diese existenziellen Fragen kann das Theater eine Antwort geben.

Theaterpakt in Mecklenburg-Vorpommern soll Rettung bringen

Es ist daher vorbildlich, dass die Landesregierung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zur Rettung der Theater einen eigenen Theaterpakt aufgesetzt hat. Die mit den Kommunen und Kreisen getroffenen Absprachen sollen dabei für die kommenden zehn Jahre Gültigkeit besitzen. So werden die Zuschüsse für Theater, die vom Land kommen, um vier Millionen Euro erhöht. Darüber hinaus soll der Gesamtbetrag der Zuschüsse jährlich dynamisch um 2,5 Prozent angepasst werden, sodass er nach den zehn Jahren bei mehr als 50 Millionen Euro im Jahr liegt. Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern können also zumindest in Mecklenburg-Vorpommern erst einmal erleichtert aufatmen. Man kann nur hoffen, dass andere Bundesländer dem nordischen Vorbild folgen werden. Die Demokratie würde es ihnen danken.

Theater unter freiem Himmel

Das internationale Straßentheater Festival in Berlin findet dieses Jahr von Juni bis September statt. Insgesamt 630 Shows sind in diesem Zeitraum an verschiedenen Orten der Hauptstadt zu sehen. Das Theater verwandelt alltägliche Schauplätze wie den Alexanderplatz, den Hauptbahnhof und die Friedrichstraße in besondere Freilichtbühnen. Darüber hinaus sind Passanten und Interessierte eingeladen, die zahlreichen Darbietungen nationaler und internationaler Künstler zu bestaunen. Das Programm findet größtenteils auf den vier extra für das Festival errichteten Straßenbühnen statt. Seit 2004 organisiert der gemeinnützige Verein Berlin lacht e.V. das Festival. Es finanziert sich aus eigenen Mitteln und die Erlöse fließen hundertprozentig in die Förderung von Straßenkunst und -kultur.

Die Bedeutung des Straßentheaters

Das Straßentheater hat im Laufe der Jahre mit der Errichtung feststehender Häuser als Theaterschauplätze an Bedeutung verloren. Doch seine soziale Bedeutung ist immens. Es bringt Theater zu breiten Bevölkerungsschichten, unabhängig von Alter und Bildungsschicht. Neben dem Straßentheater Festival Berlin gibt es in Deutschland mehr als 30 Straßentheaterfestivals und verschiedene Sommerprogramme mit dem Fokus auf Theater im öffentlichen Raum.

Darbietungen beim Straßentheater Festival Berlin

Das Straßentheater Festival in Berlin bietet ein breites Spektrum an Darbietungen aus unterschiedlichen Genres und hat allerlei Buntes auf dem Programm. Akrobaten und Artisten zeigen ihr Können. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ein-Mensch-Theater, Walking Acts und Puppenspieler zu bewundern. Beatboxer und Kleinkunst sind ebenso vertreten wie diverse Tanz- und Musikgruppen sowie Figurentheater. Für das Festival diesen Sommer ist ein Non-Stop-Programm geplant mit lustigen Clowns, guten Schauspielern und flotter Musik. Wie immer ist das Straßentheater Festival für alle Besucher und Zuschauer kostenlos zugänglich. Ziel ist es, Spaß und Freude zu verbreiten. Die Künstler möchten Heiterkeit und Erstaunen bei den Passanten hervorrufen und den Menschen auf Augenhöhe Kunst und Kultur vermitteln.

Mehr als auf genau einstudierte Darbietungen verlassen sich die Straßenkünstler in Berlin auf weniger einstudierte Inszenierungen und kreatives Potential, das durch Improvisation entsteht. Kunst vom Feinsten erwartet die Besucher!

Flüchtlingspolitik im Theater

Theater sind bekannt dafür, gesellschaftspolitische Themen in den Mittelpunkt ihrer Aufführungen zu stellen. Das sogenannte „politische Theater“ versucht, umstrittene Themen und provokante Ansichten zu behandeln und ruft damit zu gesellschaftlicher Veränderung auf. Kaum ein anderes gesellschaftspolitisches Thema hat die Theater jemals so beschäftigt wie die aktuelle Flüchtlingskrise. Während Europa die Flüchtlinge immer mehr an den Rand drängt, spielen sie auf den Theaterbühnen in Deutschland die Hauptrolle. Die aktuellen Streitigkeiten darüber, wie die deutsche und europäische Gesellschaft mit dem Thema umgehen soll, hat Theatermacher landesweit inspiriert.

Flüchtlinge als “Hauptakteure” auf deutschen Bühnen

In vielen Theatern, vor allem in der deutschen Hauptstadt, wird Asylpolitik zur Kunst. In manchen Stücken spielen Flüchtlinge in Persona eine Rolle. In anderen Bühnenwerken werden Flüchtlinge als Figur im übertragenen Sinne eingebunden. Es gibt Theaterstücke, die das Thema dramatisch und ernst angehen. Andere nehmen es mit Humor. Manche Theaterstücke sprechen das Thema direkt an, andere indirekt. Beispiele sind Stücke, in denen die Zuschauer in die Rolle der Flüchtlinge schlüpfen. Dies soll ihnen verdeutlichen, welche bürokratische Odyssee die Flüchtlinge durchlaufen und mit welchen falschen Vorurteilen sie zu kämpfen haben. Andere Stücke zeigen das Leben von Flüchtlingen auf der Straße oder in den Flüchtlingscamps. Wiederum andere Stücke beschäftigen sich mit dem Thema Aufnahme von Flüchtlingen im eigenen Haus und den damit verbundenen Vorurteilen und Ängsten.

Sozialer Aktivismus oder Marketingstrategie?

Ob die Theater Flüchtlingspolitik rein aus sozialen Absichten heraus zum Thema machen? Wird Kunst zum wilden Aktivismus? Die Antwort sei dahingestellt. Sie mag abhängig vom Theater unterschiedlich ausfallen. Aber eines ist gewiss: Ein Besuchermagnet ist das brisante Thema auf jeden Fall. Doch die Brisanz und Relevanz des gesellschaftspolitischen Themas alleine reicht nicht aus, damit ein Theaterstück gut beim Publikum ankommt. Dramatische und spannende Titel wie „Die Toten kommen“ sowie spektakuläre Inszenierungen der Stücke spielen für den Erfolg eine genauso wichtige Rolle. Das wissen auch die Experten an den Theatern, die gezielt Guerilla-Marketing mit diesem Thema betreiben.