Berühmte Schauspieler aus Deutschland: Mario Adorf

Der Kulturbereich ist in der Krise und die Kultureinrichtungen wie Theater sind zum Sparen gezwungen. Das wirkt sich auf alle Mitarbeiter aus. Schauspieler sind keine Ausnahmen. Das Überleben in diesem Beruf ist eine Kunst für sich, denn in vielen Theaterbetrieben sind die Gagen niedrig. Es gibt jedoch Ausnahmen und Schauspieler, die es nach ganz oben schaffen. Dazu gehört der Schauspieler Mario Adorf.

Leben und Karriere des Schauspielers

Mario Adorf erblickt am 8. September 1930 in Zürich das Licht der Welt. Als uneheliches Kind eines Italieners und einer Deutschen wächst er bei seiner Mutter in Mayen, in der Eifel, auf. Nach seinem Schulabschluss entdeckt er sein Talent und seine Leidenschaft für das Schauspielern. Seinen Durchbruch gelang ihm 1957 in „Nachts, wenn der Teufel kam“. Für seine Rolle als Schurke erhielt er den Bundesfilmpreis. Die Rolle des Bösewichts oder Mörders wird dem kräftigen und robust wirkenden Schauspieler seitdem bei Darbietungen immer wieder zuteil. In den 70er Jahren widmet er sich dem Neuen Deutschen Film. Er übernimmt Rollen in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Lola“ und in der Verfilmung des Buchs „Die Blechtrommel“ von Volker Schlöndorff. 1986 spielte er in „Kir Royal“ einen Provinzfabrikanten und 1993 übernahm er die Rolle eines Patriarchen in dem Fernseh-Vierteiler „Der große Bellheim“. Zuletzt war er 2015 im Dokumentarfilm „Karl Marx“ in der Hauptrolle zu sehen. Insgesamt hat der Schauspieler über 200 Filme gedreht.

Verbindung zur Heimatstadt Mayen und Privatleben

Bis heute unterhält der 85-jährige Schauspieler, der in der Öffentlichkeit gerne mit Hut auftritt, enge Verbindungen zur Stadt Mayen, wo er aufwuchs. Die Stadt verlieh ihm 2001 die Ehrenbürgerschaft und seit 2014 gibt es dort einen „Mario-Adorf-Burgweg“. Er ist Pate bei den Burgfestspielen, die jährlich in Mayen stattfinden. Seit über 40 Jahren ist der Schauspieler und Frauenliebhaber mit seiner Frau Monique verheiratet und hat eine Tochter namens Stella.