Rainald-Goetz-Premiere in Berlin: Jeff Koons an Berliner Schaubühne

Vor fast 20 Jahren wurde Jeff Koons, ein Stück Reinald Goetz’ in Hamburg uraufgeführt. Nun soll es noch zwei Aufführungen am 8. und 9. Juni zwei weitere Aufführungen am 29. Juni und 3. Juli in der Schaubühne Berlin geben.

Experimentelles im Theater

Lilja Rupprecht stellt in Berlin ihre ganz eigene Version des Theaterstückes vor. Nach guten zwei pausenfreien Stunden ist das “Theater” vorbei und man verbleibt mit Fragen und Eindrücken.

Im Spiegel verriet Goetz schon 1999, dass das Geheimnis von Jeff Koons ist, dass der Name des Titels im Stück selber gar nicht vorkommt. Das ergebe tolle Aufladungen, so Goetz.

Für gelegentliche Theatergänger und Hobbyästhetiker mag dann auch das Stück ohne klar definierte Dialoge und Charaktere befremdlich wirken, selbst oder gerade weil es das Ziel war, diesen Eindruck zu schaffen.

Rupprechts Interpretation bleibt in dieser Hinsicht der Linie treu; so wird der Besucher mit fast schon ironisch wirkenden Eindrücken überwältigt während die Darsteller ihre Texte teils lustlos vor sich hin aufsagen, was natürlich gewollt ist oder gerade am Anfang rhythmisch die Szenen kommentieren.

“Poppen, Ficken, Es machen”

Genau diese Worte sprechen die Schauspieler des Theater in die Menge, während parallel Bilder des Paradieses zu sehen sind. Die nicht allzu biblische Szene wird recht unpassend durch einen Wechsel abgelöst in der sich die jugendliche Auflehnung eines Kindes gegen die ständigen Verneinungen des Vaters verweigert. Abgelöst durch einen gespielten narzisstischen Unterhalter mit Hyperaktivitätssyndrom geht es anschließend überraschend zum Thema Aliens. Goetz’ Text hatte freilich wenig mit Außerirdischen zu tun, aber eine Chance die dann doch sehr individuellen Masken- und Bühnentechniken Annnlies’ Vanlaere zu bewundern gibt diese augenscheinliche optische Dissonanz dann doch.

Kann man mal machen…

Abschließend bleibt zu sagen, dass die ursprünglichen Texte schon eher etwas für Bühnen-erfahrenere Besucher waren, diese neue Interpretation es aber noch schafft da eine kleine Schippe an Anspruch zuzulegen. Ob der Anspruch auch als Unzugänglichkeit interpretiert werden kann, bleibt dem geneigten Besucher überlassen.

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